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PAINTED - DREAM - RANCH

    Das American Quarter Horse

Die Geschichte des Quarter Horses

Seinen Namen hat das Quarter Horse von Quarter Miles Races, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in den Städten der Südstaaten sehr populär waren. Diese Kurzstreckenrennen waren die Rennen der einfachen Leute. Sie wurden auf den Hauptstrassen der Dörfer abgehalten und jeder konnte gegen jeden antreten. Die übliche Distanz war eine gerade Strecke von 440 yards (einer Viertelmeile, ca. 400m), auf der zwei Pferde gegeneinander antraten. Entscheidend waren nicht ihre Pedigrees, sondern allein ihr Speed.
Sicher ist, daß in den Adern der modernen Quarter Horse viel englisches Vollblut fließt, von ihm hat es den Adel und die Schnelligkeit. Von den spanischen Vorfahren haben sie den Cowsense - die Fähigkeit Rinder zu arbeiten, wie es die Cutting Pferde tun. Den Cowsense findet man ebenso bei den Doma Vaquera Pferden der spanischen Stierkämpfer. Von den irischen Ponys haben sie die Härte und die Genügsamkeit, von den Kaltblütern die Kraft und das gelassene Wesen.
Das Land der Pioniere hat sie hart selektiert. Nur wer gesund war und leistungsfähig, hatte eine Lebensberechtigung in einer Zeit, in der oft die Menschen nur das Allernötigste hatten.

Die Gründung der American Quarter Horse Ass. (AQHA)

 Im Jahr 1940 wurde in Texas die AQHA gegründet und man legte sich auf ein verbindliches Zuchtziel für das Quarter Horse fest, obwohl es schon seit mehr als 50 Jahren gezüchtet wurde. Es gab heiße Diskussionen darüber, wie die Rasse aussehen sollte und wer den grössten Einfluss haben könnte. Die einen wollten die "Steel Duster", die Rennpferde als Zuchtziel sehen und die anderen sahen nur die Arbeitspferde, damals nannte man sie "Bulldog Type" als typische Quarter Horses an.
1946 wurde dann das heutige Zuchtbuch errichtet: das permanent studbook. Es wurde festgelegt, daß nur noch Pferde mit mindestens 50% reinem Quarter Horse Blutanteil eingetragen wurden. Außerdem wurden Pferde mit Paint-, Albino- oder Appaloosa-Merkmalen oder einem Elternteil mit diesen Merkmalen abgelehnt. 
Seit 1962 sind nur noch Pferde als Quarter Horse eintragungsberechtigt, wenn beide Eltern eingetragene Quarter Horse sind oder ein Elternteil ein Quarter Horse und der andere ein registriertes englisches Vollblut (Thourougbred) ist. Die AQHA heute
Das Büro der AQHA sitzt heute in Amarillo/Texas/USA.
Dort verwalten 110 Mitarbeiter das Zuchtbuch in dem bis heute rund
3,3 Millionen Pferde eingetragen wurde. Seit der Gründung hat die AQHA über 2 Millionen Mitglieder gehabt, 1995 waren es ungefähr 340.000 aktive Mitglieder ! Damit ist die AQHA der weltweit größte Pferdezuchtverband überhaupt.

Das Exterieur

Ursprünglich war das Quarter Horse ein für heutige Begriffe kleines Pferd und unterschied sich vom ,,Spanish Pony’’ höchstens durch eine stärkere Bemuskelung. Um 1700 z.B. lag die Durchschnittsgröße eines englischen Rennpferdes bei etwa 1,40 m Stockmass.
Der Rassetyp des Quarter Horses ist ohne weiteres zu beschreiben und für das geübte Auge erkennbar, er hat sich jedoch gerade in den letzten Jahren stark gewandelt - oder man sollte vielleicht besser sagen, daß er in den letzten Jahren stark vernachlässigt wurde, denn der Typ hat sich im Grunde kaum geändert, es gibt nur zunehmend Quarter Horses, die diesem Typ nicht mehr entsprechen.

Wie sieht also ein typisches Quarter Horse aus?

Es hat einen kleinen Keilkopf mit breiter Stirn und starkbemuskelten Ganaschen, kleinem Maul, geradem Nasenprofil, kleinen Ohren und ausdrucksvollen Augen.Sein Hals ist eher gerade bis sanft geschwungen, schlank und gut ausgeschnitten in der Kehle und entspringt im Winkel von 90 Grad der Schulter.Der Hals ist ausreichend lang, aber vergleichsweise kürzer als bei vielen Warmblütern. Die Schulter ist schräg und muskelbepackt, der Widerrist nicht sehr hoch, aber deutlich ausgeprägt und weit in den mittellangen bis kurzen, gut bemuskelten Rücken reichend.
Bei der Kruppe fällt die starke Bemuskelung besonders auf, und sie stellt einen enormen Motor dar. Sie ist lang und schräg, die Winkelung sollte dieselbe wie die der Schulter sein. Das Pferd soll ausserdem viel Rumpftiefe/Gurttiefe haben. Die Beine sind aufgrund kurzer Röhren kürzer als z.B. Warmblütern.
Die Fesselung ist eher kurz, die Hufe sind nicht sehr groß, aber gut geformt.
Von vorn gesehen, ist das Quarter Horse ausreichend breit in Schulter und Brust und die stark ausgeprägte Brustmuskulatur fällt wiederum ins Auge.
Von hinten ergibt die enorme Knie- und Oberschenkelbemuskelung (Stifle) im Bereich des Knies die breiteste Stelle des Pferdes. Typisch sind auch Wadenmuskeln (Gaskin), die innen wie außen stark entwickelt sind.
Quarter Horses haben die Tendenz überbaut zu sein. Der Rassestandards verlangt aber nach einem Pferd, dessen Widerrist min. so hoch ist wie der höchste Punkt der Kruppe.
Aus all dem ergibt sich, daß das Quarter Horse typmäßig von einer starken Muskulatur geprägt ist, und tatsächlich gibt es in dieser Rasse Pferde, die bei aller Trockenheit und Feinheit des Gebäudes so enorm bemuskelt sind, wie die bei keiner anderen Rasse zu finden ist.
 
Grösse : ca. 1,45m bis 1,60m
 
Die Fellfarben beim Quarter Horse:

Gray - Fell besteht aus einer Mischung von weissen mit andersfarbigen Haaren; Werden fast immer dunkel geboren und erst nach einiger Zeit heller, wenn die Anzahl der weissen Haare zunimmt, haben immer eine dunkle Haut
 
Black - Fell, Mähne und Schweif sind schwarz

Bay - Fell reicht von braun bis rot; Mähne, Schweif und untere Beinhälfte sind    schwarz

Sorrel - Fell rötlich bis Kupferrot; Mähne und Schweif haben die gleiche Farbe wie das Fell oder sind heller (Rotfuchs, Goldfuchs)

Chestnut - Fell dunkelrot oder braunrot; Langhaar gewöhnlich in der gleichen Farbe, kann auch heller sein

Brown - Fell braun bis schwarz; Helleres Stichelhaar im Bereich von Augen, Nüstern, Flanken und Innenseite der Beine, Mähne und Schweif sind schwarz

Buckskin - Fell gelblich, sandfarben oder gold; Mähne und Schweif schwarz, kein Aalstrich

Palomino - Fell goldgelb; Mähne und Schweif weiss; kein Aalstrich

Dun - Fell gelblich, sandfarben bis gold; Mähne und Schweif schwarz oder braun,normalerweise Aalstrick, oft mit Zebrastreifen an den Beinen, unterer Beinbereich ist oft dunkel

Red Dun - Fell gelblich bis Fleischfarben; Mähne, Schweif und Aalstrich sind rot; Mähne und Schweif können blond, weiss oder gemischt sein.

Grullo - Fell rauchfarben bis mausgrau; Mähne und Schweif schwarz, normalerweise Aalstrich und untere Beinhälfte schwarz

Red Roan - Fell mehr oder weniger gleichmässige Mischung aus weissen und roten Haaren; Normalerweise dunkler am Kopf du unteren Beinhälften, Mähne und Schweif können Schwarz, Rot oder Flachsfarben sein.
Mit zunehmenden Alter wird die Farbe nicht heller.

Blue Roan - Fell mehr oder weniger gleichmässige Mischung aus weissen und schwarzen Haaren. Am Kopf und an den unteren Beinhälften normalerweise dunkler. Es können einige wenige rote Haare vorhanden sein.

Bay Roan - Fell mehr oder weniger gleichmässige Mischung aus weissen und roten Haaren; Normalerweise dunkler am Kopf du unteren Beinhälften, Mähne und Schweif können Schwarz, Rot oder Flachsfarben sein.
Mit zunehmenden Alter wird die Farbe nicht heller.

Das Interieur

Das Quarter Horse ist leicht trainierbar, mit einem ausgeglichenem Temperament, nervenstark und intelligent. .
"The American Quarter Horse - the most versatile Horse of the world" Dies ist der Werbeslogan der AQHA -
Das Quarter Horse das vielseitigste Pferd der Welt
Und tatsächlich wird des in nahezu allen Sparten des Reitsportes eingesetzt. Angefangen bei seiner ursprünglichen Verwendung als Ranchpferd, dem Arbeitspferd bis zum Hochleistungsportler in den Westerndisziplinen, in der Vielseitigkeit, dem Fahrsport und der Freizeitreiterei - es gibt keine mögliche Verwendung für die sich nicht ein geeignetes Quarter Horse finden ließe.

 

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